Vogelstimmenwanderung
Alle Vögel sind schon da und um 6 Uhr außerdem 40 Frühaufsteher, die eine von Matthias Franz hervorragend geführte Vogelstimmenwanderung genießen durften. Auf dieser konnte ganz sicher jeder Teilnehmer noch etwas lernen. Es war wahrlich faszinierend, wie viele verschiedene Vögel man hörte, darunter zum Beispiel auch den flötenden Pirol. Da einige Vögel nur akustisch, nicht aber optisch wahrgenommen werden konnten, wurden sie von Matthias zusätzlich in einem Buch gezeigt.
Außerdem lieferte unser Wanderführer auch spannende Infos über Lebensräume, Vorkommen, Verhaltensweisen und mehr.
So kommen manche Zugvögel erst im April oder Mai bei uns an und singen dann später im Jahr als diejenigen, die den Winter über hier bleiben.
Des Weiteren durften wir uns über den Gesang von gleich zwei Arten freuen, die ihren eigenen Namen zum Besten geben.
Am Friedhof ein Vertreter, den jeder von uns schon gehört hat: der Kuckuck.
Deutlich weniger bekannt, dafür aber in größerer Population vertreten, ist der Zilpzalp.
Als wir um kurz vor 7 Uhr dem auffallend lauten Gesang der Nachtigall lauschten, stießen fünf weitere Seubrigshäuser dazu und zogen gemeinsam Richtung Süden.
Kurzzeitig war die Gruppe abgelenkt von sehr interessanten Gattungen wie dem „Heißluftballonsegler“ oder dem motorisierten „Blechvogel“.
Mit seinem ausgeprägten Fachwissen lenkte Matthias die Begeisterung gekonnt wieder auf die wahren Vögel, wie den Baumpieper, der in Deutschland auf der Liste der bedrohten Arten steht und in Bayern als Stark Gefährdet gelistet ist. Im wunderschönen Seubrigshausen fühlt natürlich auch er sich wohl.
Fast schon schaurig wurde es, als der Vogelkenner über die Namensgebung des Neuntöters berichtete. Dieser spießt seine Beute auf Dornen auf. Sein Gesang ist bellend. Er kommt als einer der letzten aus dem Süden zurück.
Wir kamen gerade rechtzeitig zum gemütlichen Weißwurstfrühstück im Sportheim zurück.
An dieser Stelle geht wieder ein herzliches Dankeschön vor allem natürlich an den Vogelspezialisten Matthias Franz, der dieses einzigartige Erlebnis ermöglicht hat, und an die Feuerwehr, die die Bewirtung übernahm. Des Weiteren natürlich an alle, die zum Gelingen dieser nun schon vierten Veranstaltung beigetragen haben.
Schö‘ war’s.





